Sudetendeutsche Hütten

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Die Trennung

Bewahrte Bergheimat

Das Ende des Weltkrieges führte die Sudetenländer in die Tschecho-Slowakische Republik. Die Zugehörigkeit zu einem nun ausländischen Verein wurde nicht erlaubt. Die 14 Sektionen waren gezwungen, sich umzuwandeln in selbständige "Deutsche Alpenvereine", die sich 1920 in dem "Verband der Deutschen Alpenvereine im Tschechoslowakischen Staate" zusammenschließen konnten. Aber über die Grenze hinweg behielt man einen engen Kontakt zum DuOeAV.

10 Hütten wurden in Südtirol beschlagnahmt: Höllerhütte, Grohmannhütte, Neue Teplitzer Hütte, Müllerhütte, Kaiser-Karl-Schutzhaus, Neugersdorfer Hütte, Payerhütte, Troppauer Hütte, Röeichenberger und Egerer Hütte. Bald aber regte sich das Vereinsleben, der Mitgliederstand wuchs und neue Aktivitäten wurden sichtbar.

Der DAV-Prag hatte sich zwar schon früher aus den Zillertaler Alpen zurückgezogen und die Hütten der Sektion Berlin überlassen. Nun erwarb er 1935 die Mörsbachhütte und 1937 die Bohemiahütte in den Niederen Tauern. Der DAV-Reichenberg baute 1926 die Neue Reichenberger Hütte in Osttirol und erschloß durch Rudolf Kauschka die bis dahin kaum beachtete und besuchte Lasörling-Gruppe.

Der DAV-Eger erwarb 1936 die Radstädter Hütte in den Niederen Tauern. Beide Sektionen hatten damit ihre Verluste in Südtirol ersetzt. Weitere Hüttenneubauten waren trotz der schwierigen wirtschaftlichen Situation möglich: der DAV-Moravia konnte 1927 die Wangenitzseehütte in der Schobergruppe bauen.
Alte Prager Hütte Alte Prager Hütte                       

Der DAV-Karlsbad besaß das Bergheim Gottesgab im Erzgebirge, Eger das Tillenberghaus im Böhmerwald.

Auf Anregung des DAV-Saaz wurde 1929 die Sudetendeutsche Hütte in der Granatspitzgruppe als Gemeinschaftswerk aller sudetendeutschen Alpenvereine errichtet und schließlich konnte der DAV-Gablonz 1934 die Gablonzer Hütte im Dachstein eröffnen.

Weitere Alpenvereine wurden gegründet: die lange bestehende Filiale des DAV-Teplitz-Schönau wurde 1920 zum Deutschen Alpenverein Leitmeritz; Preßburg hatte seit 1930, Krummau im Böhmerwald 1933 und Tetschen-Bodenbach 1936 einen eigenen Alpenverein.

So umfaßte der Alpenverein in den Sudetenländern 1938 im gesamten 18 Sektionen mit rund 7 500 Mitgliedern. 18 Hütten besaß man in den Alpen, weitere drei im Mittelgebirge.

 

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